Montag, 6. Mai 2013

Alles weiß

Vor sechs Wochen war alles im Garten weiß. Beim Blick aus dem Badezimmerfenster sehe ich im Moment auch wieder ganz viel weiß - und es wird noch mehr!
Die Kirsche blüht, die alternde Birne links vor ihr ebenso. Die drei Äpfel im Vordergrund brauchen noch ein paar Tage. Ebenso die zwei Flieder an der Garagenwand. Auf die freue ich mich besonders!

Süßkram vegan

Wie versprochen wollte ich Euch meine veganen Muffins nicht vorenthalten. Ich bin ganz erstaunt, wie locker und fluffig sie geworden sind!
Gestern habe ich eine zweite Ladung gebacken, diesmal auch fotografiert!

Gleich gehts in den Ofen

So sahen sie hinterher aus
Das Rezept für die Blaubeer-Muffins habe ich auf dem Blog Holunderweg 18 entdeckt und bisschen abgewandelt:

300g Dinkelmehl (Typ 630)
2 TL Weinsteinbackpulver
2 TL Natron
1 Prise Salz
1 Prise gemahlene Vanille

120ml Agavendicksaft
160ml Mandelmilch (Hafermilch geht auch)
50g zerlassene Margarine (ich empfehle "Alsan")

150g frische Heidelbeeren

Für die "Streusel":
2 TL Alsan, ganz weich oder zerlassen
4 EL zarte Haferflocken
2 EL Ahornsirup

Die trockenen Zutaten vermischen, ebenso die flüssigen. Vorsichtig miteinander verrühren, so das eben eine glatte Masse entsteht. Die Heidelbeeren unterheben und den Teig auf 12 Muffinförmchen verteilen.
Die Streuselmasse verrühren und auf den Muffins verteilen.

Im vorgeheizten Ofen bei 170 Grad Umluft 20 Minuten backen. Fertig! Ganz frisch schmecken sie am besten. Man kann sie ein, zwei Tage aufheben, dann verlieren sie aber eindeutig an Qualität.

Reklame #4

Mitten hinein in unsere veganen Wochen trudelte letzte Woche die aktuelle Brandnooz-Box.
Au wei, vegan oder gar ohne Zucker war natürlich nicht viel darin - macht aber nichts, denn es ist ja alles haltbar, und Besuch stand überdies auch in Haus.

"Aufgetischte Abwechslung" war das Motto des grünen Kistchens, und das war drin:

Aoste Stickado Hähnchen - Luftgetrocknete Mini-Salamis aus 100% Hühnchenfleisch. Definitiv nicht vegan, aber lecker sehen sie aus und werden aufgehoben für Zeiten nach unserer Challenge!

Livio Salatdressing "Sylter Art" - Selber gekauft hätte ich es eher nicht, aber die Zutatenliste liest sich nicht gefährlich, und so wird es auf jeden Falls ausprobiert.

Valensina Frühstücksnektar mit Blütenhonig - Werden wir trinken, aber warum ein Saft zur Hälfte aus Wasser bestehen muss (und dann mit Honig nachgewürzt wird) ist mir nicht klar. Wenigstens sind kein Zucker oder Süßstoff drin.

Big Babol Green Apple - Das hieß doch früher HubbaBubba, oder? Sieht zumindest genauso aus und ist noch genauuusooo fies künstlich, ja, ich musste es einfach probieren und fühlte mich schlagartig 30 Jahre jünger! Und die Blasen werden noch genauso groß - Kindheitskaugummi!

Oryza 10-Minuten-Reis - Langkornreis mit besonders kurzer Kochzeit. Na gut, fünf Minuten geschenkte Lebenszeit!

Barilla Pomodoro con Pomodori Datterini - Eine Tomatensauce ohne Konservierungsstoffe. Wir haben sie als Sauce auf den Pizzaboden getan und für geschmacklich sehr gut befunden.

reis-fit Risbellis - Kleine Reiswaffeln mit Apfel-Zimt-Geschmack. Noch nicht probiert, aber der Jüngste im Hause O. wird sie sicher mögen.

DeBeukelaer ChocOlé - Dünne Gebäckstangen mit Schokoladenüberzug in den Sorten Milchschokolade und Zarbitter. Unser Besuch fand sie hervorragend! Wir hielten uns tapfer zurück und übten Verzicht. Obwohl sie sehr lecker aussahen.

Holsten Extra Herb - Ein Fläschchen Bier aus der Hansestadt. Probiert und für gut befunden!

Thomy Gratin Sauce - Eine Fertigsauce, die über Lachs gekippt wird und selbigen im Ofen zum Lachsgratin machen soll. Diese Art von Fertigprodukten steht hier auf dem Index und wird boykottiert.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, es war mal wieder eine schöne Box, von der - bis auf die Fertigsabschesauce auch alles Verwendung finden wird oder schon gefunden hat!




Montag, 29. April 2013

Ran an den Speck!

Der zu lange Winter und eine zu große Portion ProblemÄrgerFrust ließen meine Winterspeckreserven in den letzten Monaten sich gleich für den nächsten Winter mit aufbauen. Kneifende Hosen und der deutlich höhere Sonnenstand gaben jetzt den Startschuss zu einem kleinen Experiment:
Die "30-Tage-Challenge" - ein Monat veganer Ernährung. Nix Tierisches, kein Weißmehl, kein Zucker. Wir haben uns offengehalten, ob wir das Ganze ganz und gar dogmatisch durchziehen oder uns auch Ausnahmen genehmigen (Besuch, Familienfeiern oder sowas), aber solange nix dagegenspricht, probieren wir's jetzt gerade aus. Was soll ich sagen, ich habe jetzt sieben Tage hinter mir und es macht richtig Spaß. Die Gericht aus dem Buch "Vegan for Fit" von Attila Hildmann sind superlecker. Ich koche gerade mit Zutaten, die ich sonst gewiss nicht eingekauft hätte, um die ich vielleicht sogar einen großen Bogen gemacht hätte. Meine bis dato einzige Begegnung mit Tofu war total scheußlich (ok, vor 1.000 Jahren in der Mensa...), jetzt werde ich gerade eines Besseren belehrt. Sojajoghurt ist total lecker und Müsli mit Hafermilch ein prima Frühstück. Geräucherter Tofu mit Kokos und Kürbis - hhhhmmm! Oder Cashew-Amaranth-Pralinen (selbstgemacht!) - prima Diät!!
Ok, hier in der brandenburgischen Provinz stellt sich die Beschaffung der Zutaten als die größte Challenge heraus, aber es lebe mal wieder der Online- und Versandhandel!

Wenn es interessiert, kann ich ja über die nächsten Wochen den geneigten Leser immer mal ein bisschen in den Kochtopf gucken lassen? Mag jemand probieren?


Ein Lebenszeichen

Also irgendwie komme ich im Moment zu nix. Die meiste Zeit vergeht im Garten, der langsam ansehnlich wird. Nach dem langen Winter wollte ja auf einen Schlag alles auf einmal wachsen - die ungeliebten Beikräuter natürlich mindestens genauso schnell wie die Stauden.
Zum Glück gibt es kaum winterbedingte Schäden. Einen kleinen Fächerahorn hat es dahin gerafft und eine Blutpflaume, die dummerweise im Topf und ohne weiteren Schutz draußen ausharren musste. Ich konnte mich im Herbst nicht mehr rechtzeitig für den "richtigen" Standort entscheiden und wollte es aufs Frühjahr verschieben. Selber schuld also.

Paula war wegen eines Kurzurlaubs neulich für ein paar Tage im Hundehotel. Sie hat es gut überstanden, ich meine, sie ist sogar ein bisschen "hörfähiger" geworden. Ich bin jetzt ziemlich erleichtert, in eingermaßen anständiger Nähe einen Platz für sie gefunden zu haben, falls sie mal nicht mit uns mitfahren kann. Leider musste sie dort Dosenfutter fressen, aber wir hatten sie schon ein paar Wochen vorher Zuhause alle paar Tage an gekochtes Hundefutter gewöhnt - sie hat es gut weggesteckt. Puh!

Neulich stieß ich im Internet auf die Hundetrainerin Maja Nowak und ihr "Dog Institut". Sie hat jahrelang mit einem großen Hunderudel gelebt und arbeitet nicht mit klassischer Konditionierung sondern kommuniziert auf Hundeart. ZDFinfo hat einen interessanten Bericht über sie und ihre - wie ich finde - faszinierende Herangehensweise gemacht. Hier in der Mediathek anzuschauen, wer mag.
Gerade lese ich ihr Buch "Die mit dem Hund tanzt" und versuche, das Gelesene und das Gesehene im Umgang mit Paula anzuwenden. Es wirkt!!! Ich bin total fasziniert, wie unser Hibbelhund doch tatsächlich gut zu beruhigen ist. So werde ich vielleicht eines Tages doch noch zur souveränen Leithündin?? ;-)

So, genug Werbung gemacht...

Donnerstag, 4. April 2013

Du stinkst!

Mehr fiel mir nicht zu sagen ein, nachdem Paula sich, kaum von der Leine gelassen, bei unserer Mittagsrunde in etwas gewälzt hatte. Dicklich und grünlich hingen die Spuren dieser Exkremente in ihrem Zottelfell.
Zuhause ging es direkt in die Dusche.
Zum Glück ist Paula eine Wasserratte und von daher war die Schmach, ihres edlen Duftes beraubt zu werden, nicht ganz so schlimm. Als es an der Tür klingelte hieß ich sie bleiben, schloss die Tür der Duschkabine und ging raus - als ich wieder ins Bad kam, saß Hundi entzückend artig und klitschnass da und wartete aufs Shampoonieren..

Jetzt stinkt sie nicht mehr nach Wildschwein sondern nur noch nach nasser Hund, Leine, Geschirr und Handtücher sind schon in der Waschmaschine und ich möchte meiner Leserschaft die Bilder von Paula im Bade nicht vorenthalten. So ein braver Hund!

Wer so brav hinter der Glastür wartet, wird dafür auch noch fotografiert...

Fertig, aber bitte noch "bleib!" bis das Hundchen abgerubbelt  ist!

Wie kann man unter der Dusche so schwitzen?
 Jetzt liegt die erschöpfte Trine im Arbeitszimmer und trocknet vor sich hin. Zu dumm auch, dass Frauchen die Wohzimmertür zugemacht hat. Auf der Recamière hätte es sich sicher noch besser gelegen, so nass!

Der Hund

... wollte malen. Oder so.

Zum Glück hat sie einen dunkelbraunen Stift zerlegt: Die Farbe fügt sich fast unauffällig in das Muster des Teppichs ein...

Eigentlich sollte ich mal alle Zerstörungs-Beweis-Fotos zusammensuchen. Ergäbe eine umfangreiche Collage.